Datum:19/11/2016 20:00

Ein «zeitgenössischer» Guide führt das Konzertpublikum an die Wirkungsstätten des Orpheus Britannicus: Songs und Duette aus Londons Theaterhäusern, Orgelmusik der Westminster Abbey sowie Kammermusik für private Anlässe.

Vorhang auf für Henry Purcell. Der musikalische Rundgang in der barocken Kirche von Hitzkirch zeigt den Komponisten als Schöpfer von berückend schönen Songs: Glanzvolle Melodien für die Zeremonien an der Westminster Abbey und der königlichen Kapelle, Dramatik für die beiden Theater "The King's Company" und "The Duke's Company", gefällige Unterhaltung und derben Spott für die Tavernen Londons.

Henry Purcell konnte vom politischen Aufbruch Englands profitieren. Er schrieb, trotz seiner kurzen Lebenszeit von 36 Jahren, ein erstaunliches Oeuvre, das alle wichtigen Bereiche der Barockmusik (Cembalo- und Orgelwerke, Kammermusik, geistliche Werke, Lieder, Opern und Schauspielmusiken) abdeckt. Neben "Welcome Songs" und verschiedenen Oden zu Geburtstagen, Hochzeiten und Begräbnissen der englischen High Society, sowie Anthems, komponierte Purcell auch unzählige Bühnenwerke, darunter seine ergreifende Oper „Dido and Aeneas“ oder fünf Semioperas. Das Schauspiel mit vielen Shakespeare -und  Drydenvertonungen war Purcells Herzensangelegenheit. Da alle Theaterproduktionen dieser Zeit eine Anzahl  Lieder verlangten, nehmen die Songs  in Purcells Schaffen einen beachtlich grossen Platz ein: Darin finden sich rund 80 weltliche, 40 geistliche und 150 Theaterlieder.

Die verschiedenen Schauplätze Purcells, verdeutlicht durch das räumliche Konzept, sowie der kommentierende Zeitgenosse erwecken einen der kreativsten und innovativsten Komponisten des Barocks zu neuem Leben. Der Konzertabend unterhält mit Orgelmusik, kammermusikalischen Werken für Cello, sowie Songs und Duetten aus dem reichen Fundus von Henry Purcells Vokalschaffen. „Welcome to all the pleasures“.

 

Weitere Infos unter:

www.burgenerhunger.ch

www.juergeichenberger.ch

www.martinheini.ch

 

 

Elsbeth Burgener-Hunger

Die Schweizer Sopranistin erhielt ihre pädagogische Ausbildung am Seminar Baldegg und erlangte anschliessend das Lehrdiplom als Flötistin an der Musikhochschule Luzern. Gleichzeitig studierte sie bei Margrit Conrad Sologesang. Ihre musikalischen Studien setzte sie an der Musikhochschule Utrecht (NL) in der Solistenklasse von Udo Reinemann fort. Nach einem längeren Unterbruch schloss sie bei Lena Hauser und  Martin Bruns das MAS-Diplom (Master of Advanced Studies) an der Zürcher Hochschule der Künste mit Auszeichnung ab.

Elsbeth Burgener-Hunger war aktive Teilnehmerin mehrerer Meisterkurse und Liedklassen in Italien, Frankreich und der Schweiz u.a. bei Daniel Ferro (USA), Udo Reinemann(NL), Daniel Fueter und Hans Adolfsen (CH) und Hartmut Höll(D).

Neben ihrer Solistentätigkeit als Lied – und Konzertsängerin unterrichtet sie Querflöte und Gesang.

 

Donat Burgener

Seine musikalische Ausbildung begann Donat Burgener an der Musikhochschule Luzern und erlangte hier das Lehrdiplom Gesang, sowie das Schulmusikdiplom. In Utrecht (Holland) schloss er sein Gesangsstudium mit dem Solistendiplom ab. Donat Burgener ist Preisträger verschiedener Stipendien- und Studienpreise (Kurt Dienemann - Stiftung, Schweizerischer Tonkünstlerverein, Migros- und Ernst Göhner- Stiftung, Fondation M. Dubuis.)

Daraufhin entwickelte Donat Burgener eine breite musikalische Tätigkeit. Er tritt  als Lied-,  Oratorien- und Konzertsänger auf, musiziert im familieneigenen Sextett und unterrichtet als Dozent an der Musikhochschule Luzern, sowie als Schulmusiker am Kurzzeitgymnasium Musegg.

 

Jürg Eichenberger

Der Cellist Jürg Eichenberger studierte in Zürich, Wien, Mannheim und Basel und schloss sein Studium in Luzern mit dem Solistendiplom mit Auszeichnung und dem Edwin Fischer Gedenkpreis der Stadt Luzern ab. Jürg Eichenberger übte eine intensive Orchestertätigkeit im In- und Ausland aus (Tonhalleorchester und Orchester der Oper Zürich, mehrere Jahre festes Mitglied des Zürcher  Kammerorchesters,  Gründungsmitglied und erster Solocellist des Sinfonischen Orchesters Zürich u.a.).  Als Preisträger am internationalen Kammermusikwettbewerb von Osaka unternahm er zahlreiche ausgedehnte Japantourneen.

Jürg Eichenberger konzertiert weltweit als Solist, Kammer- und Orchestermusiker und als künstlerischer Leiter seiner Kammer-formation Chamber Soloists Lucerne. Er hat eine Professur an der Hochschule Luzern – Musik für Violoncello und Kammermusik inne und betreut den Master Orchester als Studienkoordinator.

 

Martin Heini

Er konzertiert regelmässig in Europa und Russland und tritt an bedeutenden Internationalen Orgelfestivals auf. Die Zusammenarbeit mit zahlreichen namhaften Solisten und Ensembles dokumentiert sein vielseitiges musikalisches Schaffen. Die mit dem Kammerorchester der Philharmonie Novosibirsk realisierte CD‚ Tongues of Fire‘ mit den Orgelkonzerten von Carl Rütti und Francis Poulenc erhielt in der internationalen Fachpresse zahlreiche begeisterte Besprechungen und wurde vom Gramophone Magazine als ‚Gramophone Critics Choice 2012‘ ausgezeichnet. Auch ihre neuste CD mit der Einspielung von Carl Rüttis Sinfonie ‚Die Visionen des Niklaus von Flüe‘ für Sopran, konzertante Orgel, Perkussion und Streichorchester und die 2013 erschienene Solo-CD ‚Tango Organtino – Rhythm and Groove for Organ‘ fanden grosse internationale Beachtung.  Martin Heini ist Kirchenmusiker in Horw und lehrt als Professor für Klavier an der Pädagogischen Hochschule Luzern. Zudem unterrichtet er Orgel an der Hochschule Luzern-Musik und ist akkreditierter Dozent an der Kalaidos Musikhochschule für das Hauptfach Orgel. 2010 wurde er mit dem Horwer Kulturpreis ausgezeichnet und ist Träger der Goll-Medaille 2012 der Firma Orgelbau Goll AG.

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