Datum:17/11/2019 17:00

Sonaten und Partiten des Hochbarocks, frühbarocke Miniaturen für Blockflöte und Solomusik für die Lauteninstrumente. Drei Meister der Alten Musik tauchen in die Welt des 17. und 18. Jahrhunderts ein und bringen musikalische Kostbarkeiten zum Klingen.

Pius Strassmann: Blockflöte

Julian Behr: Laute und Theorbe

Simon Linné: Laute und Theorbe

Markus Diebold: Rezitation (Lyrik des Barocks)

 

Zum einen tauchen wir ein die faszinierende Klangwelt des italienischen Hochbarocks.

Da ist einmal Francesco Mancini aus Neapel, dessen 12 Blockflötensonaten fast das Einzige sind, was aus seinem grossen Werk noch aufgeführt wird.

Und da ist auch Pietro Castrucci aus Rom, von dem eine wenig bekannte, aber bemerkenswerte Sonate, gerade auch für den Generalbass, erklingt. Castrucci lebte lange Zeit seines Lebens in London und leitete Händels Opernorchester mit viel Erfolg.

Heute vertrauter ist vermutlich Arcangelo Corelli, der in Bologna und Rom wirkte und schon zu Lebzeiten berühmt und erfolgreich war. Von ihm erklingt eine der Violinsonaten aus op.5 in einer zeitgenössischen Fassung für Blockflöte.

Dem gegenüber steht die frühbarocke Musik Andreas Falconieris im neapolitanisch-römischen Stil. Seine Musik, insbesondere jene für die Laute, war sehr beliebt durch ihre Nähe zur Volkmusik. 

Von Dario Castello erklingen beide „Sonate concertate in stil moderno“ für die Blockflöte. Sie bestehen aus einem Satz, der in langsame, schnelle, und tänzerische Abschnitte gegliedert ist, Virtuosität und Spielfreude zeigt. Sie dürfen als Vorgänger der hochbarocken Sonaten angesehen werden. 

 

Die Aufführung dieser Musik mit Laute und Theorbe anstelle von Cembalo und Cello, verspricht einen Klang von besonderer Wärme und spezieller Betonung des reichen harmonischen Grundes dieser Musik. 

 

Programm  

Dario Castello (1602 - 1631)

Sonata prima in Stile Moderno

Bellerofonte Castaldi (1581 - 1649)

Quagliotta Canzone für Laute & Theorbe

Francesco Mancini (1672 - 1737) 

Sonate Nr. 11 in g-Moll

Un poco andante - Allegro - Largo - Allegro                        

Improvisation

Pietro Castrucci (1679 - 1752)

Sonate op.1 Nr. 10 in d-Moll 

Adagio - Allegro - Adagio - Allegro

Bellerofonte Castaldi

Capriccio detto hermafrodito für Laute & Theorbe                                                  

Arcangelo Corelli (1653 - 1713)

Sonate op.5 Nr. 4 in F-Dur

Adagio -Allegro - Vivace - Adagio - Allegro                                      

Andreas Falconieri (1585 - 1656)

Brando dicho el Melo - Lo Spiritillo - La suave Melodia

Girolamo Frescobaldi (1583 - 1643)

Canzona quintadecima a due bassi, detta la lieuoratta für Laute & Theorbe

Dario Castello

Sonata seconda in Stile Moderno

 

Die eingestreuten Gedichte aus der Barockzeitgeben Einblick in den literarischen Kontext.

 

Pius Strassmann 

Der in Hitzkirch aufgewachsene Luzerner Blockflötist konzertiert in Ensembles und als Solist für alte und zeitgenössische Musik. Zusammenarbeit mit nationalen und internationalen Musikern der Barockwelt. Alte Musik und Improvisation sind die Schwerpunkte seiner instrumentalen Arbeit. 

Lehrauftrag an der Musikschule der Stadt Luzern. Privatklasse für Blockflöte in seinem „atelier für musik & kinesiologie“. Unterrichtet Studierende zwischen 7 und 77 Jahren. Regelmässige Zusammenarbeit mit Martin Heini, Thomas Goetschel, Franz Schaffner, mit dem Ensemble Capricornus Consort Basel und vielen anderen. Seine Improvisations-CD „trabantentaumel“ eröffnetet ihm vielfältige Projekte im Improvisationsbereich, sei es in seinem Zyklus „Raum Stille Musik“ in der Lukaskirche Luzern, oder mit Tänzerinnen, Sprechern und vielen international tätigen Musikerinnen der Improszene. 

Strassmann ist auch als Lyriker tätig, liest viel und spaziert gern mit seiner Hündin Lou - die nur die späten Sinfonien Mozarts mag und sich gelegentlich unters Cembalo im Atelier legt, woraus noch nicht auf eine aussergewöhnliche Musikalität geschlossen werden kann - durchs Luzernerland, gerne auch auf Wegen, die Simon Linné vom Schnee freigeschaufelt hat. 

Pius Strassmann hat sein erstes Solokonzert vor 40 Jahren in diesem Raum gespielt, als Seminarist, am Cembalo begleitet von Joseph Röösli. Die Sonate Castruccis stand schon damals auf dem Programm. Sie erklingt heute in dankbarer Erinnerung. 

Strassmann spielt in diesem Konzert Instrumente von Andreas Schwob, Sebastian Meier und anderen.

 

Julian Behr

Julian Behr studierte klassische Gitarre und Laute in Stuttgart, Hamburg und Basel.

Auftritte als Solist und in verschiedenen Kammermusik-Formationen auf Festivals in den meisten Ländern Europas und in Südamerika. Konzerttätigkeit mit Akamus, Capricornus Consort Basel, Andreas Scholl, Franz Vitzthum, Miriam Feuersinger und anderen.

CD-Aufnahmen u.a. bei „Alpha“, „ORF Wien“, bei „Harmonia Mundi“ dokumentieren die Arbeit des Musikers.

Julian Behr unterrichtet Laute an der Musikschule Konservatorium Bern.

 

Simon Linné

Simon Linné verbrachte seine Kindheit in einem musikalischen Elternhaus auf dem Land in der Nähe von Stockholm (Schweden), wo er sowohl vom Heavy Metal als auch von klassischer Musik beeinflusst wurde. Die Natur ist für ihn bis heute eine unerschöpfliche Quelle der Inspiration, Kreativität und Ehrfurcht. Die Gitarre war zwar sein erstes Instrument, doch eine Schallplatte weckte seine Faszination für Lautenmusik. Ein Keim, der auch später den Wechsel zu diesem Instrument herbeiführte. Als Lautenist interessiert er sich besonders für unbekanntes Repertoire seines Instruments. Neben seiner solistischen Tätigkeit ist er ein gefragter Continuospieler und erscheint auf zahlreichen Rundfunk- und CD-Aufnahmen. Zehn Jahre unterrichtete er Laute und Generalbass an der Hochschule für Künste Bremen. Auch hat er schon immer viel Freude an Sport, Mathematik und handwerklichen Arbeiten gehabt. Ein Höhepunkt während der Kindheit war das selbstentworfene Lego-Chassis mit Allrad-Antrieb. Außer gelegentlich Haaren spaltet er auch gerne Holz, schaufelt Schnee u.A.. Seiner Größe angemessen freut er sich oft und gerne an Essen aller Art.

simonlinne.com

 

Markus Diebold

Studium der Germanistik und Anglistik. Sprechtechnik bei Guido Frei, Universität Zürich. Weitere Sprechschulung bei Hanna Burgwitz, Basel, Dorothea Furrer, Zürich, und Alfred Pfeiffer, Luzern. Ab 1985 Rezitator, vor allem in Verbindung mit Musik. Ab 1982 Mitarbeit im Kulturforum Hitzkirch, 2002 bis im Frühjahr 2019 dessen Präsident. Langjährige Lehrtätigkeit, vor allem am Lehrerinnen- und Lehrerseminar Hitzkirch. 1994 bis 2002 Projektleiter für die Reform der Lehrerinnen- und Lehrerbildung in der Zentralschweiz. Anschliessend Gründung und Leitung des Instituts für Internationale Zusammenarbeit in Bildungsfragen IZB an der Pädagogischen Hochschule Zug (bis 2010).

 

 

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